So wehren sich Dieselfahrer gegen die Autokonzerne

Abgasskandal. Die Autoindustrie ist mit ihren Manipulation in Deutschland bislang juristisch ungeschoren davongekommen. Die Kosten tragen die Verbraucher, deren Diesel an Wert verlieren und die womöglich mit Fahrverboten rechnen müssen. Aber es gibt Hilfe.

Verkaufte dreckige Diesel müssten baulich nachgerüstet so werden, dass sie im Realbetrieb die Grenzwerte einhalten. Wenn dafür teure technische Einbauten notwendig sind, müssten die Hersteller diese Autos auf ihre Kosten verkehrstauglich machen. Andernfalls dürften diese Autos nicht in die Innenstadt.
Technisch ist die Nachrüstung bei vielen jüngeren Fahrzeugen machbar. Sie bräuchten eine verbesserte Form des SCR-Katalysator, den sogenannten BNOx-SCR-Katalysator. Damit wird der Harnstoff (ADblue) vorgewärmt als Gas ins Abgas eingespritzt und nicht mehr flüssig wie beim herkömmlichen Kat: Dadurch werden die Stickoxide erheblich besser reduziert.
Inzwischen gibt es aber mindestens zwei Wege für Dieselbesitzer, selbst gegen Händler und Konzerne vorzugehen:
Käufer von manipulierten Dieseln können Gewährleistungsansprüche gegen den Verkäufer geltend machen. Vom Kaufvertrag zurücktreten können Dieselkäufer zwei Jahre nach Übergabe des Fahrzeugs, bei vom Händler gekauften Gebrauchtwagen häufig sogar nur ein Jahr nachdem der Verkäufer die Schlüssel übergeben hat.
Dieselkäufer können aber auch deliktische Schadensersatzansprüche gegen die Hersteller geltend machen wegen vorsätzlicher Verbrauchertäuschung oder wegen Verstoßes gegen gesetzliche Vorschriften. Solche Schadensersatzansprüche können bis zu drei Jahre nach Bekanntwerden des Schadens geltend gemacht werden.
Die Erfolgsaussichten sind glänzend bei Besitzern von Autos aus dem Volkswagen-Konzern mit dem manipulierten Motor EA 189. Aber auch Besitzer von Mercedes- oder BMW-Fahrzeugen, die jetzt ein freiwilliges Update bekommen, könnten gute Chancen haben. Der Rechtsdienstleister vw-verhandlung.de prüft das derzeit für klagewillige Besitzer.
Im Ergebnis einer solchen Klage geht es immer um dasselbe: Sie geben den manipulierten Diesel zurück und bekommen im Gegenzug den Kaufpreis erstattet - abzüglich eines Nutzungsersatzes. Lassen Sie sich von Experten beraten, die mit Ihnen alle rechtlichen Möglichkeiten besprechen.
Quelle: http://www.finanztip.de
Finanztip ist gemeinnützig und arbeitet ausschließlich im Interesse des Verbrauchers.

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